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Daten & Fakten

Wer ist Venture Stars?

Venture Stars ist ein "Company Builder" für Internet Wachstumsunternehmen, das heißt das Team rund um die drei Internet-Unternehmer Stefan Pfannmöller, Martin Junker und Florian Calmbach gründet und investiert in innovative Online- Geschäftsmodelle und kümmert sich aktiv um deren Aufbau und Entwicklung. Ziel des Unternehmer-Trios ist, aus erfolgsversprechenden Geschäftsideen insbesondere in den Bereichen E-Commerce und Digital Media systematisch erfolgreiche Unternehmen zu bauen.

Wann wurde Venture Stars gegründet?

Venture Stars wurde 2011 in München gegründet. Das Unternehmer-Trio hatte zuvor 2007 bereits den Vertical Network Online-Vermarkter "Netzathleten Media" gegründet und 2011 erfolgreich an die Mediengruppe RTL verkauft. Seither gründen Stefan Pfannmöller, Martin Junker und Florian Calmbach bei Venture Stars ein bis zwei Internetunternehmen im Jahr und entwickeln diese gemeinsam mit erfahrenen Co-Gründern.

Wer sind die Gründer von Venture Stars?

Stefan Pfannmöller, Martin Junker und Florian Calmbach

Welche Rechtsform hat das Unternehmen?

Venture Stars, sowie alle Gründungen von Venture Stars, sind Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH).

Wer sind die Investoren bei Venture Stars und den von Venture Stars gegründeten Unternehmen?

Venture Stars ist stets der erste Investor und übernimmt die Startfinanzierung seiner Projekte selbst. Die anschließende Folge- und Wachstumsfinanzierung der Unternehmen erfolgt in Zusammenarbeit mit einem Kreis von etwa 60 ausgewählten nationalen und internationalen privaten Business Angels und institutionellen Venture Capital Investoren.

Zu den Business Angels und Privatinvestoren im Venture Stars Portfolio zählen erfolgreiche Internetunternehmer wie idealo-Gründer Martin Sinner und die dailydeal- Macher Fabian und Ferry Heilemann, aber auch zahlreiche erfolgreiche „old economy“ Unternehmer und Vorstände, darunter Werner Klatten (u.a. Spiegel) oder Dr. Marcus Englert (u.a. Pro7Sat1).

Im Bereich der institutionellen Venture Capital Investoren zählen u.a. Point Nine Capital (Berlin), Blumberg Capital (San Francisco), Mountain Partners (Zürich) oder Xange Private Equity (Paris) zu den nationalen und internationalen Investoren im Venture Stars Unternehmensportfolio.

Wie stark international ausgerichtet ist Venture Stars?

Bei der Auswahl seiner Geschäftspartner und Investoren sind Venture Stars und seine Unternehmen von Beginn an international aufgestellt. Der Firmensitz der Venture Stars Unternehmen liegt bisher stets in Deutschland. Auch der Marktfokus der Unternehmen ist zuerst auf den deutschen Markt gerichtet, die Unternehmen streben jedoch zumeist bereits innerhalb der ersten Wachstumsjahre die Expansion in internationale Märkte an.

Wie viele Mitarbeiter hat Venture Stars?

Das Team von Venture Stars umfasst etwa 15 Köpfe, dazu kommen rund 200 Mitarbeiter in den Venture Stars Portfolio-Unternehmen.

Wie war die Umsatzentwicklung von Venture Stars in den Jahren 2013 und davor?

Die Umsatzentwicklung der Venture Stars Unternehmen ist äußerst positiv: alle Unternehmen wachsen im 2- bis 3-stelligen Prozentbereich. Der gemeinsame Umsatz der Venture Stars Gründungen lag 2013 bei über 30 Millionen Euro und verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr.

Welcher Umsatz wird für 2014 erwartet?

Wir erwarten für dieses Jahr ein Wachstum des Gruppenumsatzes von mehr als 50 Prozent.

Und wie sind die Umsatzerwartungen für die nächsten fünf Jahre?

In Anbetracht der positiven Wachstumsentwicklung in allen unseren Unternehmen, halten wir den Sprung der aggregierten Umsätze in den dreistelligen Millionenbereich für sehr wahrscheinlich. Heute schon eine konkretere Zahl zu nennen, wäre aber bei den Unwägbarkeiten der Zukunft nicht seriös.

Venture Stars verfügt auch über eine Portfolio-Beteiligungsgesellschaft, weshalb wurde diese gegründet?

Die Venture Stars Portfolio Beteiligungsgesellschaft wurde auf Nachfrage interessierter Investoren gegründet, welche an der Seite der Venture Stars Gründer investieren und am Wachstumspotential des Venture Stars Unternehmensportfolios partizipieren wollten.

Eine Beteiligung über die Portfolio Beteiligungsgesellschaft kombiniert die Vorteile eines Portfolio-Investments (z.B. Diversifizierung/ Risiko-Streuung) mit den Vorteilen einer direkten Startup-Beteiligung (z.B. hohes Rendite-Potential, Transparenz, Nähe zum Unternehmen und den Unternehmerteams).

Der Investment-Fokus der Portfolio-Beteiligungsgesellschaft liegt auf der so genannten „Last Mile“ Finanzierung der Venture Stars Gründungen, also der Bereitstellung der Mittel bis zur Erreichung der Profitabilität. Diese Beteiligungsphase ist besonders attraktiv für Investoren, da sie großes Potential mit einem reduzierten Risikoprofil verbindet.

An welche Investoren richtet sich die Portfolio-Beteiligungsgesellschaft und ab wann wird sie aktiv?

Die Venture Stars Portfolio-Beteiligungsgesellschaft richtet sich an professionelle und semiprofessionelle Anleger, vor allem aus dem Bereich privater Investoren. Sie soll ihre Beteiligungstätigkeit im dritten Quartal 2014 aufnehmen. Im Fokus stehen ab dann all die Venture Stars Unternehmen, welche die Frühphase erfolgreich absolviert haben und einen klarer Wachstumspfad in Richtung Profitabilität aufzeigen können. In der Regel ist dies innerhalb der ersten drei Jahre nach Gründung der Fall.

Wie sieht sich Venture Stars im nationalen und im internationalen Vergleich?

Das Ziel aller Venture Stars Unternehmen ist die Erreichung einer marktführenden Stellung innerhalb ihrer Branchen und Positionierungen. Im nationalen und internationalen Wettbewerbsvergleich sehen wir unsere Unternehmen sehr gut aufgestellt: sie verfügen über überzeugende Geschäftsmodelle, erfahrene Führungsteams und die Vorteile und Synergien aus der Zusammenarbeit mit Venture Stars und den anderen Venture Stars Portfolio Unternehmen.

Wer sind die stärksten Mitbewerber?

Als Company Builder mit klarem Fokus auf Internetunternehmen in Deutschland und Europa sehen wir wenige Mitbewerber mit ähnlichem Profil. Am ehesten vergleichbar sind wohl die großen Startup-Schmieden in Berlin, wobei diese in vielerlei Hinsicht in einer anderen Liga spielen. Unser Hauptaugenmerk liegt auf wenigen Gründungen, was uns ein hohes Maß an Qualität erlaubt. Wir verstehen uns daher als Manufaktur, nicht als Startup-Fabrik. Entsprechend hoch ist der Qualitätsanspruch an unsere Projekte und Unternehmerteams, sowie das persönliche Engagement der Venture Stars-Gründer in jedes einzelne Startup-Projekt.

Mit Blick auf die Venture Stars Unternehmen, lassen sich für jedes Startup eigene branchenspezifische Mitbewerber nennen. Diese setzen sich zumeist aus etablierten Marktbegleitern, in deren Geschäftsmodellen wir Raum zur Verbesserung und/ oder für eine komplementäre Positionierung sehen, sowie jungen Startups und Neueinsteigern zusammen.

Warum der starke Fokus auf E-Commerce?

Aus Unternehmerperspektive ist E-Commerce ein hochattraktives Segment: die Kinderkrankheiten der frühen Jahre sind überwunden und die strukturellen Voraussetzungen für den Aufbau und Betrieb professioneller E-Commerce Unternehmen sind nun geschaffen: so verfügen drei von vier Deutschen heute über einen Internetzugang, 72 Prozent der Deutschen haben im vergangenen Jahr online gekauft und es stehen dem online Handel heute leistungsfähige und vertrauenswürdige Logistik- und Payment-Lösungen zur Verfügung.

Das größte Markt-Wachstum steht der E-Commerce-Branche aber erst noch bevor: bisher findet erst neun Prozent des Einzelhandelsvolumens online statt, in einigen Branchen liegt dieser Anteil sogar noch deutlich darunter. Laut Prognose des Handelsverbands (HDE) wird diese Zahl bis 2015 auf 27 Prozent und ein Gesamtvolumen von rund 100 Milliarden Euro ansteigen. Darin sehen wir eine große unternehmerische Chance.

Neben der hohen Attraktivität des Marktes, gibt es noch einen weiteren Grund für unseren starken E-Commerce Fokus: wir können dadurch innerhalb unseres Portfolios noch stärkere Synergie- und Lerneffekte generieren, welche unseren Unternehmen zum Vorteil gegenüber ihren Mitbewerbern dienen.

Was werden die nächsten Firmen sein, die Venture Stars gründet?

Die nächsten Venture Stars Projekte werden erneut internetbasierte Geschäftsideen sein. Unser Fokus liegt auf E-Commerce, Marktplatz und Digital Media Modellen. Aber auch die Möglichkeiten rund um die mobile Nutzung des Internets auf Smartphones und Tablettes beobachten wir mit großem Interesse und haben in diesem Bereich bereits einige erste Investments getätigt. Software as a Service- Modelle, die sich das Internet als hochskalierbaren Vertriebskanal zu Nutzen machen, finden wir unternehmerisch ebenfalls sehr interessant und würden wir für die Zukunft nicht ausschließen.

Was hat die Internetwelt aus der geplatzten Blase vor Jahren gelernt?

Die Internetwelt ist erwachsen geworden und hat an ökonomischem Sachverstand gewonnen. Zu Zeiten der Dotcom-Blase fehlte es der Branche an strukturellen Grundlagen: nur ein Bruchteil der potentiellen Kunden verfügte überhaupt über einen online Zugang, zufriedenstellende Payment- und Logistiklösungen bestanden nicht. Dies ist heute anders. Das Internet ist aus dem Alltag der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken und Online-Industrien, wie der Online-Handel, funktionieren nachgewiesenermaßen.

Auch bei der Bewertung von Internetunternehmen hat die Branche viel dazu gelernt. Diese erfolgt heute weitestgehend nach etablierten Maßstäben und ökonomischem Grundprinzipien, im Gegensatz zu den Phantasiebewertungen der Dotcom-Blase.

Wie war die Erfolgsstory von netzathleten?

Netzathleten ist 2007 als soziales Netzwerk für Sportler und Sportinteressierte gestartet. Zum Glück erkannten wir früh, dass innerhalb der damals zahlreich entstandenen sozialen Netzwerke eine Konsolidierung stattfinden würde und entwickelten uns weiter zu einem online Vermarkter für mittelgroße Themen- Websites und Blogs. Als Vermarkter vermittelten wir zielgruppengenaue online Werbeflächen innerhalb unseres Netzwerks aus Partner-Websites.

Gebucht wurden die Flächen von passenden Werbungtreibenden. Historisch bedingt lag der Fokus zuerst auf Sport-Websites und Sportkunden, ab 2010 expandierte netzathleten media dann in weitere Themengebiete wie Gesundheit, Ernährung, Entertainment und Wirtschaft. Als netzathleten media 2011 von der Mediengruppe RTL übernommen worden war, war die Firma Marktführer unter den deutschen Vertical Network Betreibern. Mit einer Reichweite von fast 20 Mio. Nutzern pro Monat erreichten wir damals etwa jeden dritten deutschen Internetnutzer.

Ist RTL heute glücklich mit netzathleten?

Soweit wir das beurteilen können absolut. Tatsache ist, dass netzathleten media auch nach der Übernahme durch die Mediengruppe RTL weiter stark gewachsen ist. Heute macht die Firma mehr als die Hälfte der gesamten online Reichweite der Mediengruppe RTL aus und ist ein wichtiges Standbein in der online Strategie der Mediengruppe.

Zitate:

Wie schätzen Sie das Grü̈nderklima in Deutschland für junge Startups ein?

Martin Junker: Gründen liegt definitiv im Trend. Wir sehen viele tolle Ideen und engagierte, begeisterte Unternehmerteams. Oftmals handelt es sich dabei um Universitäts-Absolventen, innerhalb derer sich Unternehmertum als eine ernstzunehmende Alternative gegenüber dem klassischen Einstieg in Industrie, Beratung oder Bank etabliert hat. Als Herzblut-Unternehmer freut uns das natürlich! Nach wie vor schwierig gestaltet sich die Finanzierung der Unternehmen. Während in den USA jä̈hrlich etwa 100 Dollar pro Kopf in junge Venture Unternehmen fließen, liegt dieser Wert in Deutschland nur bei 5-10 Euro. Auch die staatlichen Fördermö̈glichkeiten sind eher überschaubar und schaffen keine nennenswerte Abhilfe. In der Folge haben es besonders Erstgrü̈nder schwer, die Finanzierung für ihre Ideen zu finden.

Warum fehlt deutschen Investoren manchmal der Mut, um sich bei Startups zu engagieren?

Florian Calmbach: Viele Privatanleger haben Ende der Neunziger Jahre sehr schlechte Erfahrungen mit Venture Capital Investments insbesondere in Internetfirmen gemacht. Dies führt bis heute zu einer starken Zurückhaltung und Vorsicht bei privaten Investoren und ihren Beratern. Ein zweiter Grund für die Zurü̈ckhaltung vieler Investoren ist sicherlich der fehlende Marktzugang. Der Markt für Startups ist sehr intransparent, innerhalb der Vielzahl der Gründungen die Besten zu identifizieren ist nicht einfach und es fehlen entsprechende Beurteilungsstandards, wie wir sie etwa vom Rating börsennotierter Unternehmen kennen. Helfen können hier erfahrene Internetunternehmer, zu denen aber ebenfalls oftmals der Kontakt fehlt.

Erfreulicherweise beobachten wir, dass sich das Klima in jüngster Vergangenheit aber durchaus sehr positiv verä̈ndert und der Appetit auf Startup Beteiligungen zurückkehrt. Dazu trägt sicherlich auch die aktuelle Zinslage im Markt bei. Große Privatinvestoren und ihre Berater beurteilen Venture Capital und Startup Direktbeteiligungen wieder als relevante Asset Klasse und beginnen sie erneut in ihre Anlagestrategien mit aufzunehmen.

Wie kann ein Investor erkennen, ob eine junge Internetfirma wirklich gut und erfolgreich ist?

Florian Calmbach: Das ist nicht einfach. Für eine strukturierte Analyse lohnt es sich, die drei Erfolgsfaktoren Business-Idee, Team und Finanzierung genau unter die Lupe zu nehmen. Es ist dabei häufig schwierig die Business-Idee in allen Facetten abschließend zu bewerten. Dies gilt besonders, wenn das Startup noch in der Frü̈hphase steckt und zahlreiche Annahmen getroffen sind, die sich noch nicht über historische Daten validieren lassen. Die Qualität des Teams fällt daher um so stärker ins Gewicht. Die Erfahrung zeigt, dass ein exzellentes Team auch eine mittelmäßige Geschäftsidee weiterentwickeln und am Ende erfolgreich machen kann. In Anbetracht der zahllosen Unwägbarkeiten und Herausforderungen die auf dem Weg jedes erfolgreichen Unternehmens liegen, sollte der Investor also unbedingt auf Gründer mit hervorragenden unternehmerischen Qualitäten Wert legen. Sehr hilfreich ist es, wenn sich im Team Gründer mit Unternehmer- und online Erfahrung befinden oder Business Angels mit einem entsprechendem Erfahrungsschatz den Gründern zur Seite stehen.

Warum ausgerechnet ein weiteres Portal für Hunde und Katzen, da gibt es doch schon ein großes Angebot?

Stefan Pfannmöller: Die Beziehung von Hunde- und Katzenhaltern zu ihren Tieren ist besonders eng und emotional. Herrchen und Frauchen beschäftigen sich intensiv mit den Bedürfnissen ihrer Tiere und wollen für diese nur das Beste. Entsprechend hoch ist auch der Anspruch an Fachexpertise, Sortiment und Emotionalität des online Shops ihres Vertrauens. Unseren Recherchen nach adressieren die bestehenden online Heimtier-„Supermärkte“, in denen Hund und Katze nur eine von zahlreichen Tierkategorien sind, dieses besondere Bedürfnis nur unzureichend. Daher haben wir uns dazu entschlossen einen online Fachhändler mit eigenen Welten nur für Hunde (hundeland.de) und Katzen (katzenland.de) zu gründen. Dort setzen wir uns intensiv mit den Tieren unserer Kunden auseinander, können wissenschaftlich fundierte hochrelevante Futterempfehlungen aussprechen, haben ein führendes Sortiment an Zubehör und beraten unsere Kunden telefonisch und über semi-automatisierte Tools. Die Kunden danken es uns mit außergewöhnlicher Treue.

Was kann der Unternehmer Stefan Pfannmöller vom Olympiamedaillengewinner Stefan Pfannmö̈ller lernen?

Stefan Pfannmö̈ller: Es mag wie ein Klischee klingen, aber in beiden Disziplinen bedarf es Ausdauer, Disziplin und viele harter Arbeit. Als Kanuslalomfahrer war ich im wilden Wasser zuhause, auch als Unternehmer gehören das Kentern und schnelles Wiederaufrichten dazu.

Mai 2014